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Brauchtum um die Osterzeit

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Wer schläft, muss Palmesel sein!

 

Früher führte man in der Palmsonntag-Prozession einen hölzernen Palmesel auf Rädern mit. Dies ist heute aus der Mode gekommen und man findet die Esel nur noch vereinzelt in den Museen.
Die Kinder aber haben den Palmesel nicht ganz vergessen. sie machen sich einen Spaß daraus, den Langschläfer, der als letzter zur Kirche kommt, Palmesel zu rufen.
Die meisten Palmstöcke oder Palmbuschen sind so groß, wie die Palmen der Kinder auf dem Foto
In manchen Orten aber werden ganz große Palmen gefertigt; so im Kinzigtal oder in Saulgau. Hierfür reicht kein Haselstock mehr aus; eine abgeschälte Fichte muss es sein. Manche Leute behaupten, je höher die Palme ist, um so mehr Segen könne sie spenden; deshalb werden sie immer noch höher gebaut.
In Gengenbach muss der Pfarrer vor die Kirche treten um die Palmen zu weihen, denn sie sind so groß, dass sie nicht mehr mit in die Kirche genommen werden können.
Besonders schön sieht es aus, wenn die Palmstöcke in der Kirche rechts und links an den Bänken aufgestellt und festgebunden werden.